Donnerstag, 20. September 2018
NECKARSULMER JOURNAL

Mit ihrer aktuellen Ausstellung „Aufbruch" sind die Neckarsulmer Kunstfreunde unterwegs

Die Kunstfreunde stellen in Öhringen aus


Das Interesse der Hohenloher an der aktuellen Gemeinschaftsausstellung der Neckarsulmer Kunstfreunde war beachtlich. Die Bilder, Skulpturen und Fotografien zum Thema „Aufbruch" breiteten sich über drei Stockwerke im Treppenhaus des Öhringer Rathauses aus. Sie ernteten manches Lob und boten Anlass zu Gesprächen. Den Kontakt hatte die frühere Öhringerin Ruth Mühlhausen geknüpft und viele Hohenloher folgten der Einladung. Die Ausstellung bleibt bis zum 8. November dort.

Etliche Fans der Neckarsulmer Gruppe waren ebenfalls gekommen, auch der Chor „Neckarsulm Voices" unter der Leitung von Andrea Voit-Erlewein. Der Chor eröffnete den Abend mit „Feei the rhythm'; ein Gospel von Sammy Davis Junior, der die Chancen der vielfältigen Werke schon vorgab, die Möglichkeit sich auf unterschiedliche Sichtweisen, Interpretationen und Wege einzulassen. Aufbruch kann ja in durchaus unterschiedlichen Zusammenhängen sein. Als Aufbruch zu einer langen Reise, in ein neues Leben, vor Krieg und Hunger, es gibt aber auch den Durchbruch und die Entfaltung in der Natur. Die Einführung zu der Veranstaltung übernahm die Vereinsvorsitzende Ulrike Bender, die auch die beteiligten Künstler kurz vorstellte.

Regina Trage: Sie gibt mit drei Fotoserien die Schönheit von sich entfaltenden Blüten wieder und hat zudem Eisbären und Elefanten aus Ton dabei.

Olga Berndt: Bei ihren Arbeiten geht es um spontane und kraftvolle Malerei in Acryl oder mit dem Spachtel. Lebendigkeit, Kraft, Tiefe und Emotion sind ihr wichtig.

Gerhard Brunnemer: Seine konkrete Vorstellung von dem Ergebnis lässt er gerne durch Episoden im Malprozess beeinflussen.

Elisabeth Gebhardt: Sie beschäftigte sich mit der anwachsenden Migration von Menschen aus Afrika. Die Montage- und Nagelbilder haben Bezüge zu biblischen, mythologischen und menschheitsgeschichtlichen Themen.

Ulrich Lockenbach: Er verwendet bei seinen Bildern eine Mischtechnik mit aufwendiger Verarbeitung und symbolisiert Naturschätze durch Metallpigmente.

Irina Grinspun: Sie fühlt sich als Fotografin von der Schönheit des Alltags angezogen. Anschließend mischt sie Wirklichkeit und Fantasie.

Daniel Grinspun: Fotografiert schon seit seinem 10. Lebensjahr und sucht neue und ungewöhnliche Perspektiven für experimentelle Fotogestaltungen.

Ruth Mühlhausen: Ihre Bilder sind geprägt durch eine besonders sensible Art mit Farben und Formen umzugehen.

Bärbel Kraus-Weitzsäcker: Die Figuren auf ihren Bildern sind beinahe lebensgroß. Sie blicken den Betrachter an und nehmen Kontakt auf.

Sigi Rössier: Ihre Bilder erzählen Geschichten von ihrer Reiseliebe. Die Farbgebung gibt die Grundstimmung eines Landes wieder.

Susanne Schädel: Sie beschäftigt sich seit einigen Jahren neben ihrer Leidenschaft Töpfern auch intensiv mit dem Filzen.

Ingrid Scheib: Sie beschäftigt sich gerne mit der Darstellung von Menschen, ihren Gesichtern und Bewegungen.

Peter Schwenzer: Er schafft mit einfachsten Mitteln ganz ungewöhnliche Einblicke. In seinen Spiegeldrucken sind nur ein Stein und ein Grashalm vom Strand der Algarve abgebildet.

Matthias Wagner: Er sieht die Kunst als Geschenk, das es ermöglicht zum Leben zu erwecken, was uns auf unserer Lebensreise begegnet, beschäftigt und antreibt.

Ulrike Bender: Sie hat Freude am Gestalten und Ausprobieren und arbeitet in ihren Collagen mit Farben und Formen.

Ganz angetan von den vielfältigen Arbeiten war der Öhringer Anton Bulik. Die Ton- und Filzarbeiten von Susanne Schädel gefielen ihm sehr gut die Bilderserie von Peter Schwenzer spra-chen ihn durch die Reduzierung auf einfache Formen an. Die großen Porträts von Olga Bernds erregten die Aufmerksamkeit seiner Begleiterin, hier störten ihn aber die verwendeten Farben. (Text/Foto: pek)


 

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